Weitere Themen

Nachhaltigkeitsmanagement bei Regens Wagner Zell

Einrichtung

Name der Einrichtung:
Regens Wagner Zell

Adresse:
Zell A9
91161 Hilpoltstein

Träger:
Regens Wagner Stiftung Zell

Kontakt bei Fragen:
heike.klier@regens-wagner.de

weiterführende Links:
https://www.regens-wagner-zell.de

 

PROJEKT

Themenfeld:
Energie, Verpflegung, Bewusstsein, Ressourcen, Weitere Themen: Gesundheit

Projektziele:

  • Ökologische Ziele: betrieblicher Umweltschutz
  • Soziale Verantwortung: Interessen der Mitarbeiter, Arbeitsbedingungen, Wahrnehmung sozialer und ethischer Verantwortung gegenüber Menschen mit Behinderung und Mitarbeitern
  • Ökonomische Verantwortung: wirtschaftliches Handeln

Welche Maßnahmen wurden durchgeführt?
Ökologische Ziele:

  • Installation von Solar- und Wärmepumpen
  • Erdwärmheizungen und Niedrigenergiehäuser
  • Verringerung des Strom-, Wärme- und Wasserverbrauchs
  • Abfalltrennung
  • Sammlung von Wertstoffen

Umweltpädagogik:

  • Wasserverbrauch und Wassersparen
  • Abfallvermeidung
  • Mülltrennung, Plakat und Aufkleber mit Symbolen zur Erleichterung der Mülltrennung
  • Zukunft einkaufen
  • Mein Lieblingsplatz (Ausflugziele in der Region)
  • Kochen und backen mit saisonalen und regionalen Produkten

Soziale Verantwortung:

Regens Wagner hat aber nicht nur eine Fürsorgepflicht gegenüber den Menschen mit Behinderung, sondern wir fühlen auch eine soziale Verantwortung gegenüber den Menschen, die bei uns arbeiten oder ausgebildet werden. In regelmäßigen Vorträgen und Beratungsgesprächen werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die ökologischen Themen informiert. Außerdem finden immer wieder Mitarbeiterbefragungen zu allen relevanten Bereichen (Arbeitsbedingungen, Stressbelastung, Zufriedenheit mit den Führungskräften, Arbeitsklima etc.) statt.

Im Rahmen des Gesundheitsmanagements werden jährlich „Gesundheitstage“ durchgeführt, an denen die unterschiedlichen Angebote (z. B. gesunde Ernährung, Rückenschulung, Gymnastikkurs, Blutdruckmessung und Beratung durch den Betriebsarzt) die Mitarbeiter zu einem gesundheitsbewussten Denken und Handeln animieren sollen.

Regelmäßige Befragungen: Stakeholder, Angehörige und Betreuer, Mitarbeitende und Menschen mit Behinderung

Ökonomische Verantwortung:

Vereinbarkeit von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

Für eine erfolgreiche Unternehmensstrategie spricht, dass immer mehr Menschen mit Behinderung die Dienstleistungen und Angebote bei Regens Wagner Zell in Anspruch nehmen. Das Leistungsangebot hat sich stetig an die individuellen Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung angepasst. Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen.

Wie viele Personen haben teilgenommen? (falls zutreffendend)
In die Umsetzung des Nachhaltigkeitsmanagement sind alle Bereiche der Einrichtung und somit alle Menschen mit Behinderung (ca. 550) und Mitarbeitende (ca. 800) eingebunden.

Wurde das Ziel / die Ziele erreicht?

Viele Projektziele wurden erreicht, z. B.:

  • Deutliche Einsparung beim Wasserverbrauch und der Energiekosten
  • Ausweitung des regionalen und saisonalen Einkaufs bei Direktvermarktern der Region; kaum noch Verwendung von Konvenienzprodukten;
  • Steigerung des Einkaufs in Mehrwegverpackungen (Joghurt; Milch etc.)
  • Deutliche Müllvermeidung
  • Vermehrter Einkauf von Fair Trade Produkten
  • Online-Bestellungen verringern, Einkauf/Bestellungen beim örtlichen Einzelhandel
  • Verwendung von umweltschonenden Reinigungsmitteln
  • Informationsmaterial liegt in leichter Sprache teilweise vor

Welche positiven Effekte konnten erreicht werden?

Steigerung des Bewusstseins für nachhaltiges Handeln bei den Menschen mit Behinderung und Mitarbeitenden

Was kann besser gemacht werden?

  • Ausweitung des regionalen Einkaufs
  • Verbesserung in der Müllvermeidung
  • Einkaufsverhalten an den Außenstandorten nachhaltiger gestalten etc.

Vor allem ist es erforderlich, durch Informationsbriefe und Informationsveranstaltungen bei den Mitarbeitenden und Menschen mit Behinderung das Bewusstsein für den Nachhaltigkeitsgedanken immer präsent zu halten. 

Ist dieses Projekt für eine Wiederholung / Durchführung in einer anderen Einrichtung geeignet? Warum?
Aufgrund der langjährigen Erfahrung lässt sich die Nachhaltigkeit in einer sozialen Einrichtung schrittweise umsetzen. Neben dem ökologischen, ökonomischen und sozialem Gewinn trägt es auch entscheiden zur Verbesserung des Klimas in der Einrichtung bei. Die Mitarbeitenden, die Menschen mit Behinderung und deren Angehörige bewerten es positiv, dass ein Nachhaltigkeitsmanagement besteht.

Mittel zur Finanzierung:
eigene Mittel/Rücklagen