Verpflegung

KEEKS Klima- und energieeffiziente Küche

Einrichtung

Name der Einrichtung:
IZT-Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Faktor 10 – Institut für nachhaltiges Wirtschaften GmbH,
ProVeg Deutschland e.V.,
Netzwerk e.V. – Soziale Dienste und Ökologische Bildung,
ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH,
Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

Adresse:
Schopenhauerstr. 26
14129 Berlin

Träger:
IZT-Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Kontakt bei Fragen:
Herr Dr. Michael Scharp
m.scharp@izt.de

weiterführende Links:
https://www.klimaschutz.de/de/projekte/keeks-klima-und-energieeffiziente-kueche-24-ganztagsschulen

PROJEKT

Themenfeld:
Verpflegung

Projektziele:

  • Angebot von klimaeffizientem Schulessen
  • Möglichkeit zur Auswahl von klimaeffizienten Lebensmitteln
  • Optimierung der (Küchen-)Technik durch Investitionen
  • Förderung von energieeffizientem Verhalten, auch im Umgang mit Technik
  • Minimierung von (Essens-)Abfällen

Welche Maßnahmen wurden durchgeführt?
Zum Beginn des Projekts wurden Indikatoren für eine nachhaltige Schulverpflegung entwickelt, da eine alleinige Fokussierung auf die Treibhausgasemissionen und den Energieverbrauch der Komplexität des Schulessens nicht gerecht geworden wäre. Parallel dazu erfolgte eine Status-Quo-Analyse der 22 beteiligten Kölner Schulküchen. Erfasst wurden dabei der Energieverbrauch, die Küchentechnik, die Zubereitungs- und Verarbeitungsprozesse und der Lebensmitteleinsatz (Arbeitspaket 02).

Das Projektteam entwickelte Handlungsoptionen und identifizierte die damit verbundenen Potenziale für eine klima- und energieeffiziente Schulküche (Arbeitspaket 03). Hierzu gehörte eine vorläufige Bilanzierung der von Netzwerk e.V. angebotenen 200 Menüs, um herauszufinden, welche Gerichte die höchsten Treibhausgasemissionen verursachen. Für die Menüs wurden Optimierungsvorschläge gegeben, beispielsweise welche Zutaten besonders viele Treibhausgasemissionen verursachen und welche klimafreundlichen Alternativen es gibt.

Zeitgleich wurden 50 klimaeffiziente Menüs entwickelt. Wesentliche Qualitätsempfehlungen, beispielsweise die der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), wurden in der Menükonzeption berücksichtigt. Weitere Handlungsoptionen beruhten auf den Treibhausgasemissionen aller Prozessschritte – beginnend mit der Nahrungsmittelproduktion, der Verarbeitung, dem Transport, der Zubereitung in der Küche bis hin zu den Teller- und Ausgaberesten. Die Handlungsoptionen wurden im Arbeitspaket 04 mit den Küchenleiter*innen diskutiert, um die zentralen Hemmnisse für die Umsetzung einer klima- und energieeffizienten Küche zu erheben und Lösungen zu finden.

Anschließend erfolgte der Praxistest nach wissenschaftlichen Standards an fünf Schulen (Arbeitspaket 05). Der Test umfasste eine Analyse der Vier-Wochen-Pläne der Küchen sowie Messungen der Küchentechnik. Die Auswertung zeigte auf, welche Treibhausgasemissionen Lebensmittel wie Fleisch und Milchprodukte verursachen. Außerdem wurde aufgezeigt, welche Küchengeräte zum Gefrieren, Kühlen, Garen, Kochen und Spülen besonders viel Energie verbrauchen.  Darauf aufbauend wurden Optimierungsvorschläge und ein Maßnahmenkonzept entwickelt, das als Grundlage für die Materialien diente (Leitfaden, Manual, Transformationskonzept, Download unter www.keeks-projekt.de). Im Anschluss wurden alle weiteren Kölner Schulküchen miteinbezogen und begleitet (Arbeitspaket 06).

Welche positiven Eekte konnten erreicht werden?

  • Identifikation der Klimawirkung eines durchschnittlichen Schulessens: 1.250 Gramm CO2-Äquivalente
  • Einsparpotential: eine Verringerung um etwa 40 Prozent der Treibhausgasemissionen in den Schulküchen ist möglich
  • Auszeichnung des Projekts „KEEKS“ als Leuchtturmprojekt in der Kategorie „Planetary Health“ vom UN-Sekretariat für Klimaschutz 2018
  • Die Evaluation im Laufe des Projektzeitraums zeigte, dass die wissenschaftliche Begleitung der Schulküchen und die Weiterbildungen das Bewusstsein für die Auswahl der Lebensmittel, für den Umgang mit der Technik und dem Abfallaufkommen verändert haben – insgesamt gab es ein deutliches Bewusstsein für die Klimawirkung des eigenen Handelns.

Mittel zur Finanzierung:
Drittmittel (z.B. Förderungen)
Förderprogramm innovative Klimaschutzprojekte